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Weihnachten

Wunschzettel für Weihnachten: So schreiben Kinder ihn und so teilen Sie ihn mit der Familie

Kinder schreiben ihren Wunschzettel für Weihnachten meist im November. Kleine Kinder malen und kleben, Schulkinder schreiben selbst. Damit Großeltern und Paten nicht alle dasselbe kaufen, übertragen viele Eltern die Wünsche zusätzlich in eine digitale Wunschliste.

Von Sascha HeinAktualisiert am 7 Min. Lesezeit

Mit Buntstiften gemalter Wunschzettel mit Teddy, Tannenbaum, Schaukelpferd und Auto, daneben ein grüner Umschlag, Buntstifte und Kakao

Das Wichtigste in Kürze

  • Kinder schreiben den Wunschzettel meist im November; mit der Post muss er bis Anfang Dezember los.
  • Großeltern und Paten sollten die Wünsche spätestens Mitte November kennen.
  • Zwei- bis Vierjährige kleben Prospektbilder, Vorschulkinder malen und diktieren.
  • Die Vier-Geschenke-Regel begrenzt die Menge: Wunsch, Bedarf, Kleidung, Buch.
  • Eine gemeinsame digitale Liste verhindert doppelte Geschenke in der Familie.

Wann Kinder den Wunschzettel schreiben

Den Wunschzettel für Weihnachten schreiben die meisten Familien im November. Wer ihn ans Christkind oder den Weihnachtsmann schicken und eine Antwort bekommen möchte, muss ihn bis Anfang oder Mitte Dezember abschicken. Die Fristen der Weihnachtspostfilialen stehen in unserem Ratgeber Wunschzettel ans Christkind schicken.

Für Oma, Opa und Paten zählt ein anderer Termin. Viele Verwandte kaufen schon im November, manche nutzen Angebotstage. Teilen Sie die Wünsche deshalb spätestens Mitte November mit der Familie, auch wenn der Brief Ihres Kindes erst später fertig wird.

Zeitplan: Wunschzettel und Weihnachtswünsche
WannWas passiert
Anfang NovemberWünsche sammeln: Prospekte ansehen, Ideen notieren
Mitte NovemberDigitale Wunschliste an Großeltern, Paten und Tanten schicken
Ende NovemberKind malt oder schreibt seinen Wunschzettel
Anfang DezemberBrief ans Christkind oder an den Weihnachtsmann abschicken
Mitte DezemberPrüfen, was noch frei ist; letzte Wünsche verteilen
Zeitplan: Wunschzettel und Weihnachtswünsche

Wunschzettel mit Kindern schreiben: nach Alter

Wie Ihr Kind den Wunschzettel gestaltet, hängt vor allem vom Alter ab. Schreiben müssen kleine Kinder dafür nicht können.

Zwei bis vier Jahre: ausschneiden und kleben

Kleinkinder schneiden mit Ihrer Hilfe Bilder aus Spielzeugprospekten aus und kleben sie auf ein Blatt. Ein Foto vom Lieblingsstofftier mit Fragezeichen zählt auch. Sie schreiben den Namen dazu.

Vier bis sechs Jahre: malen und diktieren

Vorschulkinder malen ihre Wünsche und diktieren Ihnen ein paar Sätze. Viele möchten den eigenen Namen schon selbst schreiben. Lassen Sie die Rechtschreibung so, wie sie ist: Genau das macht den Zettel später zur Erinnerung.

Ab dem Schulalter: selbst schreiben

Schulkinder schreiben ihren Wunschzettel selbst und haben oft eine lange Liste. Helfen Sie beim Sortieren: Was wünschst du dir am meisten? Was davon kann auch bis zum Geburtstag warten?

Mehr dazu, ab wann Kinder Wünsche formulieren und wie Sie Fehlkäufe vermeiden, lesen Sie bei LittleLoopa: Wunschzettel mit Kind schreiben.

Mädchen malt am adventlich geschmückten Tisch einen Wunschzettel, daneben Buntstifte, eine Schere und ausgeschnittene Prospektbilder
Ausschneiden, kleben, malen: So schreiben auch Kinder, die noch nicht schreiben können.

Was auf den Wunschzettel gehört

Ein Wunschzettel braucht keine aufwendige Vorlage. Diese fünf Angaben reichen, damit er beim Christkind und bei der Familie ankommt:

  1. Name und Alter des Kindes
  2. Drei bis fünf Wünsche, gemalt, geklebt oder geschrieben
  3. Der größte Wunsch markiert, etwa mit einem Stern
  4. Ein Gruß ans Christkind oder an den Weihnachtsmann
  5. Absender mit Adresse, falls der Brief verschickt wird und eine Antwort kommen soll

Eine fertige Vorlage gestalten Sie mit unserem Wunschzettel-Generator: Name und Wünsche eintragen, Motiv aussuchen, ausdrucken.

Vom Papierzettel zur Wunschliste für die Familie

Der gemalte Wunschzettel gehört Ihrem Kind. Er wandert ans Fenster, in den Briefkasten oder zur Post. Großeltern und Paten brauchen dagegen genaue Angaben: welches Set, welche Größe, welcher Shop. Viele Familien führen deshalb zwei Listen. Das Kind schreibt seinen Zettel, die Eltern übertragen die Wünsche in eine digitale Wunschliste und schicken den Link an die Verwandtschaft.

Das hat einen Nebeneffekt, wenn Ihr Kind ans Christkind glaubt: Die digitale Liste sieht nur die Familie. Wer was besorgt, bleibt unter den Erwachsenen.

Wie viele Wünsche zu Weihnachten?

Eine feste Zahl gibt es nicht. Hilfreich ist die sogenannte Vier-Geschenke-Regel aus dem englischsprachigen Raum: etwas, das sich das Kind wünscht, etwas, das es braucht, etwas zum Anziehen und etwas zum Lesen. Sie begrenzt die Menge, ohne dass ein Wunsch zu kurz kommt.

Zur Einordnung: Familien mit Kindern planten 2025 laut einer Umfrage von EY im Schnitt 332 Euro für Weihnachtsgeschenke ein. Nach Zahlen des Bundesverbands des Spielwaren-Einzelhandels bekam jedes Kind zwischen 3 und 12 Jahren Weihnachten 2024 Spielzeug für durchschnittlich 168 Euro.

Wenn viele Verwandte schenken, verteilen Sie die Wünsche lieber, statt die Liste zu verlängern. Ein großer Wunsch, den sich Großeltern und Paten teilen, macht oft mehr Freude als sechs kleine Päckchen.

Absprache mit Großeltern und Paten

Doppelte Geschenke entstehen fast immer, weil Verwandte einzeln einkaufen und sich nicht absprechen. Eine gemeinsame Liste löst das: Wer etwas besorgt, reserviert es, und alle anderen sehen den Wunsch als vergeben. Niemand muss die halbe Familie anrufen.

  • Große Wünsche teilen: Markieren Sie teure Wünsche in LittleWishes mit „gemeinsam schenken“. Dann wissen Oma und Pate, dass sie zusammenlegen können.
  • Gebraucht und gemietet erlauben: Mit „gebraucht okay“ oder „mieten okay“ zeigen Sie, dass ein Laufrad nicht neu sein muss. Gerade bei Dingen, aus denen Kinder schnell herauswachsen, spart das Geld.
  • Bitten klar sagen: „Bitte keine Süßigkeiten“ oder „nichts Lautes“ steht in LittleWishes als Hinweis oben auf der Liste, nicht versteckt in einer Nachricht.

Mehr Strategien gegen doppelte Geschenke finden Sie im LittleLoopa-Ratgeber Doppelte Geschenke vermeiden.

Checkliste: Wunschzettel zu Weihnachten

  • Wünsche Anfang November mit dem Kind sammeln
  • Digitale Liste Mitte November an die Familie schicken
  • Größten Wunsch markieren, teure Wünsche als „gemeinsam schenken“
  • Wunschzettel fotografieren, bevor er verschickt wird
  • Brief ans Christkind rechtzeitig abschicken, mit Absender
  • Mitte Dezember prüfen, was noch frei ist

Häufige Fragen

Wann sollte der Wunschzettel für Weihnachten fertig sein?

Für die Familie spätestens Mitte November, weil viele Verwandte früh einkaufen. Ein Brief ans Christkind oder den Weihnachtsmann muss je nach Postfiliale bis Anfang oder Mitte Dezember verschickt sein, damit eine Antwort kommt.

Ab welchem Alter können Kinder einen Wunschzettel schreiben?

Schon ab etwa zwei Jahren, wenn Sie helfen: Kleinkinder kleben Bilder aus Prospekten auf. Vorschulkinder malen und diktieren, Schulkinder schreiben selbst.

Wie viele Wünsche sollten auf dem Wunschzettel stehen?

Drei bis fünf Wünsche reichen für den Brief. Die Vier-Geschenke-Regel hilft beim Begrenzen: etwas Gewünschtes, etwas Nützliches, etwas zum Anziehen und etwas zum Lesen.

Wie teile ich den Wunschzettel mit Oma und Opa?

Übertragen Sie die Wünsche in eine digitale Wunschliste und schicken Sie den Link per WhatsApp. Bei LittleWishes sehen Großeltern die Liste im Browser, ohne App, und reservieren, was sie besorgen.

Wie verhindere ich doppelte Weihnachtsgeschenke?

Mit einer gemeinsamen Liste, auf der jeder reserviert, was er kauft. Alle anderen sehen den Wunsch dann als vergeben. Teure Wünsche markieren Sie als Gemeinschaftsgeschenk.

Sascha Hein

Gründer von LittleLoopa und LittleWishes

Sascha Hein baut mit LittleLoopa einen Mietservice für Markenspielzeug und Apps für Familien, darunter LittleWishes. Im Ratgeber schreibt er darüber, wie Familien Geschenke absprechen, ohne dass Kinderzimmer überquellen.